Gewinderollen

Gewinderollen

Das Gewinderollen (Gewindewalzen) ist ein wirtschaftliches Fertigungs­verfahren für größere Stückzahlen oder Normgewinde. Durch die vergleichsweise hohen Werkzeugkosten ist das Verfahren für kleine Stückzahlen jedoch oftmals nicht wirtschaftlich. Auf Basis einer spanlosen Kaltverformung werden die Werkstoffeigenschaften des Grundmaterials positiv beeinflusst. Der natürliche Faserverlauf wird im Gegensatz zu zerspanenden Fertigungsverfahren (z. B. Gewindewirbeln, Gewindeschneiden, Gewindefräsen, Gewindeschleifen) nicht zerstört.

Durch das Gewinderollen werden folgende physikalische und technische Eigenschaften positiv beeinflusst:

Für gerollte Gewinde sind Kunststoffmuttern besonders gut geeignet. Durch die hohe Flankenoberflächengüte des gerollten Gewindes und des geringen Reibwertes von Kunststoffen ergibt sich ein höherer Wirkungsgrad des Spindelantriebes. Der Kerndurchmesser von gerollten Trapezgewinden kann laut DIN 103 bis zu 0,15 x P kleiner als bei zerspanten Trapezgewinden sein (notwendiger Fließradius am Gewinderollwerkzeug). Gerollte Gewinde können am Außendurchmesser des Gewindeganges die so genannte Schließfalte (Rille) aufweisen. Sie hat keinen Einfluss auf die Qualität bzw. Funktion des Gewindes. Die Schließfalte ist nur ein Kriterium zur Begutachtung der Rolltechnologie.

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